Männerbaustelle: Samstagsdate hofft auf baldiges Wiedersehen.. Thihihi
Er: "ich mag dich, irgendwas an dir macht dich extrem sympathisch"
Thihihihihi.. Ich grinse in mich hinein und schau mal wie das weiter geht..
.. Und grade kommt alles wieder hoch. Die ganzen aussichtslosen Streitereien in die ich schon als Verlierer hineinging.
Das alles was mir über den Kopf wächst. Die stille. Der Versuch an Freundschaften festzuhalten und auch dabei irgendwie zu versagen.
Momentan liefert mein Leben allein genug Stoff für eine telenovela.
Wie war das gestern:
Er: tja, so ist das, willkommen im Club.
Ich: der Club ist scheisse, ich geh nach Hause.
Auch wenn es ziemlich blöd klingt..
Meine Seele hat Hunger.
Nach was auch immer.
Nachts schlafe ich seit Tagen kaum noch. Irgendwas blockiert mich da.
Das tv Programm lässt zu wünschen übrig. Meistens nur wiederholungen.
Schnee der auf zedern fällt, schwere kost für die Zeit aber okay.
Wenn ich eins nicht mehr hören kann, dann ist es "schlaf gut."
..nachts, morgens.. Wann auch immer.
ZDFinfo ..ice pilots.
Propellermaschinen in Kanada. Familienunternehmen, was auch egal ist..
Der Auftrag: Ersatzteile hach eureka zu fliegen..ungefähr am 80. nördlichen Breitengrad.
Auch wenn ich Kälte nicht ab kann..diese Landschaft, diese Natur..bzw das Fehlen der Natur, weil da ist ja nix, außer Boden..
Fernweh.
..auf einem langen weg habe ich heute getan.
Die Diagnose macht mir irgendwie Angst. Das schlimmste aber ist das Bewusstsein über diesen Kontrollverlust.
Sage ich. Auf die üblichen Nachfragen. Danke, mir gehts gut. Und selbst?
..und es stimmt nicht.
Ich stehe finanziell auf eigenen Beinen, kann meinen Lebensunterhalt bestreiten.
Ich denke ich komme ganz gut mit Menschen klar, ich kann mich meistens so im sozialen Gefüge bewegen, dass ich nicht groß unangenehm auffalle.
Ich habe einen Beruf, der vielleicht nicht mein Traumjob ist, aber den ich sehr mag und eigentlich auch wirklich gerne mache. Und in dem ich glaube ich auch ganz gut bin.
Ich lebe in einer Wohnung die wirklich schön ist, die mich sogar irgendwie repräsentiert, ich habe mich hier verwirklicht.
Aber irgendwo bin ich auf der Strecke geblieben. Ich fühle mich kraftlos, müde, abgekämpft. Ich habe Kopfschmerzen. Es ist als würden Gedanken plötzlich weh tun.
Ich habe den faden verloren. Mein Antrieb ist weg.
Alles was in den letzten Monaten passiert ist hat doch seine Spuren hinterlassen. Und ich bin nicht so stark, wie ich mir vorgespielt habe.
Ich kann nicht beurteilen, ob das was ich tue richtig ist.
Will ich mich kurzzeitig gut fühlen oder will ich auf lange Sicht ein gutes Gefühl aufbauen. Will ich dass sich dieses Gefühl durch jemand anderen einstellt oder durch den Job?
Ich will das es von mir kommt, von innen heraus.
Momentan bin ich da wo ich vor ein paar Jahren schon mal war.
Damals hing die Sache mit dem Abitur dran - und ging schief.
Jetzt ist es wesentlich mehr, es ist ein Job, es ist eina selbstständiges Leben.
Eine Spirale die sich abwärts dreht.
Ich bemerke es. Noch kann ich irgendwas dagegen tun. Ich hab noch keine Ahnung was, aber irgendwas muss ich tun. Bevor mich dieses Leben kaputt macht. Was auch immer an diesem Leben es eigentlich ist.
Irgendwas macht mich kaputt, seelisch, körperlich.
Ist dass das Leben? Ernsthaft jetzt?
..wenn man stundenlang auf eine Antwort wartet?
Zermürbend. Irgendwie.
Und plötzlich ist sie da.